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Weitere leistungs­starke Fluor­kunst­stoffe – PEEK, EFTE, PFA und modifi­ziertes PTFE

In der Familie der Fluor­kunst­stoffe finden sich weitere Leistungs­träger, bei denen bestimmte PTFE-Eigen­schaften mehr oder weniger stark ausge­prägt sind. Deshalb eignen sich PEEK, EFTE, PFA und vor allem das modifi­zierte PTFE in seinen verschie­denen Erschei­nungs­formen je nach Anwen­dungs­be­reich unter Umständen besser, als PTFE selbst.

Bei WM-FLON finden Sie erfahrene Partner, die Ihnen stets „den besten Stoff“ für Ihre indivi­duelle Aufga­ben­stellung empfehlen können. Es lohnt sich also, gleich Kontakt zu unseren Experten aufzunehmen.

PEEK – Polyetheretherketon

PEEK ist ein teilkris­tal­liner thermo­plas­ti­scher Kunst­stoff. Neben guten mecha­ni­schen Eigen­schaften besitzt er hohe Gleit­fä­higkeit sowie hervor­ra­gende chemische Bestän­digkeit bei hohen Tempe­ra­turen. Das sehr leichte und gut isolie­rende PEEK überzeugt durch exzel­lente mecha­nische Festigkeit, sowie durch hohe Steifigkeit und Verschleiß­fes­tigkeit. Zudem verfügt der Werkstoff über eine Dauerge­brauchs­tem­pe­ratur von rund +205 °C.

Polye­ther­e­ther­keton eignet sich als idealer Werkstoff beispiels­weise für Armaturen, Ventile, Gleit­lager, Kolben­ringe und Zahnräder. Dementspre­chend wird PEEK gerne in der Luft- und Raumfahrt­in­dustrie, im Automo­tive­be­reich sowie in der Elektronik und Halblei­ter­technik einge­setzt. Für die Medizin­technik ist dieser Kunst­stoff sehr geeignet, weil er steri­li­sier­fähig und röntgen­durch­lässig ist. Zudem ist er für berüh­rende Teile in der pharma­zen­tri­schen und Lebens­mit­tel­in­dustrie einsetzbar. Darüber hinaus ist PEEK sehr gefragt, wenn hohe mecha­nische, thermische und chemische Wider­stand­fä­hig­keiten gefordert sind. Dort wo hohe Tempe­ra­turen herrschen und zur selben Zeit Teile benötigt werden, die hohen Belas­tungen ausge­setzt sind, offen­baren sich die besten Eigen­schaften von PEEK.

ETFE – Ethylentetrafluorethylen

ETFE ist eine teilkris­talline Modifi­zierung von PTFE, die sich mit ihrem sehr leichten Eigen­ge­wicht speziell für Folien eignet. Außerdem besitzt ETFE eine hohe Licht­durch­läs­sigkeit sowie Stabi­lität gegen ultra­vio­lettes Licht. Ethylen­te­tra­flu­or­ethylen verfügt über eine Dauerge­brauchs­tem­pe­ratur von rund +155°C und eine höhere Steifigkeit und Festigkeit als PTFE. Zudem ist der Werkstoff steri­li­sierbar sowie UV- und witterungsstabil.

ETFE ist gegenüber der Beta- und Gamma­strahlung resis­tenter als PTFE, besonders dann, wenn es Sauer­stoff ausge­setzt ist. Die gute Bestän­digkeit gegen aggressive Chemi­kalien sorgt dafür, dass ETFE sich bestens als Beschich­tungs­ma­terial im chemi­schen und techni­schen Behälter- und Appara­tebau eignet. Zudem wird ETFE bevorzugt für Dicht- und Ventil­systeme, Kabel­um­man­te­lungen, Bedachungen und Wandver­klei­dungen sowie für Chemie­schläuche verwendet.

PFA – Perfluoralkoxy

Als vollständig fluorierter Kunst­stoff besitzt PFA geringe Festigkeit und Härte, ist beständig gegenüber vielen, auch aggres­siven Chemi­kalien und hat eine hohe Hitze­be­stän­digkeit, die eine Dauerge­brauchs­tem­pe­ratur von +260°C ermög­licht. Der Werkstoff besitzt nur 1/100 des Moleku­lar­ge­wichts von PTFE und verfügt über einen geringen Reibwert, ist steri­li­sierbar sowie UV- und witte­rungs­be­ständig. PFA ist frei von Weich­ma­chern und aufgrund seiner physio­lo­gi­schen Unbedenk­lichkeit absolut lebensmittelecht.

Perflu­or­alkoxy wird in der Regel im Spritz­guss­ver­fahren verar­beitet. Wegen seiner Chemi­ka­li­en­be­stän­digkeit nutzt man PFA unter anderem gerne als Schlauch- und Fitting­werk­stoff. Auch als Wärme­träger ist er gut geeignet. Aufgrund seiner Eigen­schaften kommt PFA häufig in der Nahrungs­mit­tel­in­dustrie, in der Medizin- und Labor­technik, im Chemie- und Anlagenbau und nicht zuletzt in vielen Bereichen der Stark­strom- und Elektro­technik zum Einsatz.

Modifi­ziertes PTFE

Der Unter­schied zum herkömm­lichen PTFE besteht darin, dass hier der chemische Modifier PPVE (Perfluor­pro­pyl­vi­nyl­ether) zugesetzt wird. Modifi­ziertes PTFE erscheint in der Branche unter unter­schied­lichen Bezeich­nungen, so zum Beispiel als 3M™, Dyneon™, TFM™, High Density PTFE oder HD PTFE. Mit seinen Eigen­schaften schließt es im Prinzip eine Lücke zwischen PTFE und PFA.

Modifi­ziertes PTFE hat nur etwa 20 Prozent des Moleku­lar­ge­wichts von klassi­schem PTFE und verringert damit deutlich die Visko­sität der Polymer­schmelze. Bei der Verschmelzung entsteht ein sehr dichtes Polymer­gefüge mit einem äußerst geringen Poren­gehalt. Vorteile dieses quali­tativ hochwer­tigen Werkstoffs gegenüber herkömm­lichem PTFE liegen darin, dass sich die Barrie­re­wirkung verbessert und die Perme­a­ti­onsrate gesenkt wird. Modifi­ziertes PTFE kann im Tempe­ra­tur­be­reich von ‑200 bis +260°C einge­setzt werden und bietet insbe­sondere bei Prozessen mit sehr hohen Tempe­ra­turen einen inten­si­vierten Korrosionsschutz.

Dazu kommen eine sehr breite Chemi­ka­li­en­be­stän­digkeit sowie sehr gute elektrische Isola­tions- und Gleit­ei­gen­schaften. Im Vergleich zum klassi­schen PTFE verfügt die modifi­zierte Variante also über eine optimierte, nahezu poren­freie Oberfläche und sie lässt sich – zum Beispiel bei der Korro­si­ons­schutz­aus­kleidung von Behältern im Sinter­ver­fahren – besser verschweißen. Der reduzierte Stretch-Void-Index von modifi­ziertem PTFE sorgt für eine hohe Dichtigkeit, sodass beispiels­weise bei Dehnpro­zessen weniger Poren entstehen. In der Verar­beitung bewährt sich der Werkstoff zudem durch eine vergleichs­weise minimale Defor­mation unter Last und durch ein gutes Rückstell­ver­halten bei Lastwechseln.

Anwen­dungs­be­reiche für modifi­ziertes PTFE sind überall dort, wo möglichst poren­freie Oberflächen benötigt werden. Ideal ist der Einsatz in allen Indus­trie­zweigen, in denen Chemi­kalien herge­stellt, trans­por­tiert und gelagert werden. Die dichte, glatte Fläche verhindert, dass sich fremde Substanzen anhaften und lässt sich darüber hinaus sehr einfach reinigen. Aus diesem Grund sind Rohraus­klei­dungen mit modifi­ziertem PTFE – vor allem in der chemi­schen Industrie – das Mittel der Wahl. Des Weiteren kommt der poren­freie Werkstoff in der Labor- und Galva­ni­sie­rungs­technik sowie in der Halblei­ter­industrie und der Nasspro­zess­technik häufig zum Einsatz.

Modifi­ziertes PTFE wird je nach Produkt­an­for­derung entweder im Sinter­ver­fahren (Auskleidung von Behältern und Kolonnen) oder im Pasten­ex­tru­si­ons­ver­fahren (Auskleidung zum Korro­si­ons­schutz von Stahl­rohren) verar­beitet. Die flexible Pasten­ex­trusion ermög­licht wesentlich höhere Ferti­gungs­längen und Dimen­sionen als die Herstellung mit isosta­ti­schen Pressen.

Kontakt

Seit 30 Jahren faszi­nieren mich der Werkstoff PTFE und Fluor­kunst­stoffe im Allgemeinen.

Mit meinem Wissen und Know-how habe ich Hochleis­tungs- Extruder selbst entwi­ckelt. Mit Begeis­terung haben wir diese umgesetzt und bieten jetzt extru­dierte Stangen und Rohre aus PTFE/TFM (modifi­ziertes PTFE) an.

Meine Begeis­terung und langjährige Erfahrung fließen daher in meine Beratung und Entwick­lungen ein. Ich freue mich darauf, Sie damit anzustecken und zu überzeugen. 

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Über uns

Wir extru­dieren PTFE/TFM (modifi­ziertes PTFE). Wir beraten Sie und entwi­ckeln für Sie. Wir bieten Ihnen spitzen­loses Rundschleifen sowie Fehler- und Prozess­analyse an. 
Ganz gleich, was Sie umtreibt. Ob Sie auf der Suche sind nach neuen oder alter­na­tiven Lösungen, nach Bau- und Ersatz­teilen oder nach einem Werkstoff der Ihren Ansprüchen bei der Produkt­ent­wicklung gerecht wird, PTFE, Fluor­kunst­stoffe und Compounds bieten vielseitige Möglich­keiten und hervor­ra­gende Materi­al­ei­gen­schaften. Kombi­niert mit unserer 30jährigen Erfahrung, sind wir uns sicher, auch Sie für diese wider­stands­fä­higen Werkstoffe begeistern zu können. Lassen Sie sich überzeugen.

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